Die Hermann Klaeger GmbH ist ein Maschinenbauunternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Sägemaschinen spezialisiert hat. Das Familienunternehmen mit Sitz in Kernen im Remstal beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Leider geriet das Unternehmen durch den in der Branche gegebenen enormen Preisdruck in wirtschaftliche Schwierigkeiten, da unzählige Hersteller aus Fernost mit Billigprodukten in den Markt drängen mit denen das Unternehmen weder konkurrieren konnte, noch wollte.

Die deutschlandweit tätige und seit vielen Jahren in diesem Bereich sehr erfolgreich tätige Kanzlei M\S\L Dr. Silcher hat gemeinsam mit der Hermann Klaeger GmbH die Stärken und Schwächen des Unternehmens analysiert und hierauf basierend eine Sanierungsstrategie erarbeitet.

Es wurde begonnen das Unternehmen auf lukrative Zukunftsmärkte auszurichten, die mit hochwertigen Produkten, etwa der neuen „Klaeger 3D Cut“ für die additive Fertigung, besetzt werden. Gleichzeitig wurde die bereits gegebene Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten, Hochschulen und Forschungsunternehmen zum Thema Sicherheitstechnik von Bandsägemaschinen, die Arbeiter vor Unfällen an der Säge weitestgehend schützen soll, deutlich intensiviert. Durch eine konsequente Ausrichtung auf diese vielversprechenden Produkte hat das Unternehmen eine klare Zukunftsperspektive.

Um eine Durchführung der Unternehmenssanierung durch umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Unternehmensebenen erfolgreich und auch zeitnah umsetzen zu können, wurde von der Hermann Klaeger GmbH durch die beratenden Rechtsanwälte M\S\L Dr. Silcher ein Antrag zur Einleitung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. So ist sichergestellt, dass die notwendige Neuausrichtung des Unternehmens unter einem „Schutzschirm“ trotz der Umsatzrückgänge in der Vergangenheit erfolgreich innerhalb eines überschaubaren Zeitraums abgeschlossen werden kann.

Das seit einigen Jahren zur Verfügung stehende, jedoch in vielen Bereichen noch unbekannte, Eigenverwaltungsverfahren bietet dem Unternehmen nun die Chance sich nachhaltig neu aufzustellen, um wieder erfolgreich am Markt zu agieren. Wichtig ist hierbei, dass das Unternehmen – im Gegensatz zu dem üblichen Insolvenzverfahren – selbst die Sanierung vorantreibt, die bisherige Unternehmensspitze unverändert im Amt bleibt und auch voll handlungsfähig ist. Der Geschäftsbetrieb läuft unter der Kontrolle eines vom Gericht bestellten Sachwalters weiter, alle Aufträge werden zu den bisherigen Konditionen bearbeitet und die Mitarbeiter sind über einen gewissen Zeitraum über das Insolvenzgeld abgesichert. Ein Eigenverwaltungsverfahren steht grundsätzlich allen Unternehmen zur Verfügung, soweit eine begründete Aussicht auf eine erfolgreiche Restrukturierung besteht.

Gemeinsam mit dem vom Gericht bestellten Sachwalter Dr. Dietmar Haffa werden alle Bereiche des Unternehmens genau analysiert, um Schwachstellen aufzudecken und diese gezielt zu beseitigen. Zu diesem Zweck wurde von der Kanzlei M\S\L Dr. Silcher ein Sanierungsplan ausgearbeitet, welcher mit allen Beteiligten abgestimmt wird. Aktuell besteht Zuversicht die Sanierung erfolgreich umzusetzen, zumal ein Hauptlieferant bereits im Vorfeld seine diesbezügliche Unterstützung zugesagt hat.

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